12. Mai 2018 Pressemitteilung

LINKE startet Kampagne "Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!"

Die Pflege in Deutschland ist ein Pflegefall. Personalnot, Kostendruck und Profitgier bestimmen den Alltag des Pflegepersonals und führen zu einer permanenten Überlastung. Zum heutigen Tag der Pflege am 12. Mai startet DIE LINKE deshalb eine Kampagne gegen den Pflegenotstand. Auch der Landesverband Brandenburg beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Arbeitsbedingungen im Pflegesektor sich Jahr für Jahr – vor allem durch den steigenden Personalmangel – immer weiter verschlechtern. Das sogenannte 'Sofortprogramm' der neuen Bundesregierung für 8.000 Pflegekräfte mehr ist angesichts des tatsächlichen Bedarfs nicht mehr als ein schlechter Witz. Allein in Brandenburg werden bis 2040 ca. 23.000 zusätzliche Fachkräfte nur in der Altenpflege benötigt", erklärte Landesgeschäftsführer Stefan Wollenberg zum Kampagnenstart in Potsdam.

DIE LINKE fordert deshalb einen Pflegemindestlohn von 14,50 Euro und einen flächendeckenden Tarifvertrag. Außerdem muss ein verbindlicher gesetzlicher Personalschlüssel für die Pflege eingeführt werden. Insgesamt werden 100.000 zusätzliche Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger und 40.000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege benötigt.

Um auf den Pflegenotstand aufmerksam zu machen und diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, ist DIE LINKE am 12. Mai 2018 in Brandenburg u. a. mit folgenden Aktionen präsent:

 

Barnim
Infostände und Verteilaktionen vor Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Brandenburg/Havel
Veranstaltungen in den Stadtteilen

Dahme-Spreewald
Infostände in Königs Wusterhausen und Luckau

Potsdam
Infostände und Verteilaktion vor dem Klinikum "Ernst von Bergmann" und dem St.-Josefs-Krankenhaus

Prignitz
Infostände und Verteilaktionen vor Krankenhäusern und Seniorenzentren, Plakatierung an Litfassäulen