Geschichte des Hauses Alleestraße 3

(Um)baupläne aus dem Jahr 1906
Das Haus im Jahr 2015

1873-74: Ankauf eines kleinen Sommerhauses in der Nauener Vorstadt und Bau einer repräsentativen Wohnvilla durch Eduard Eckert

 

1882: Eigentümerwechsel zugunsten des Maurermeisters Wilhelm Behrend, der auch das Nachbarhaus (Alleestraße 4) besitzt

 

1894: Das Haus wird Eigentum des Rittmeisters a.D. Paul Kleffel, der es für 45.000 Reichsmark kauft

 

1906: Der ehemalige Industrielle und Kohlengrubenbesitzer William Suermondt erwirbt das Haus als Altersruhesitz. Sein Plan, eine zusätzliche Etage aufzustocken, bleibt unausgeführt

 

1931: Das Haus wird an den Fleischer und Wurstgroßhändler Emil Müller für 35.000 Reichsmark verkauft

 

1934-49: Als Mieter des Hauses sind neben Emil Müller Block v. Blottnitz, Oberleutnant Johann Gottlob, Obergärtner Dornfeld und Hauptmann Rudo Hoffmann, und nach dem Krieg Schuhfabrikant Wassili Mirnoff vermerkt. Das Haus bleibt Eigentum von Emil Müller, der nach Köln zieht und das Haus nach seinem Tod im Jahre 1975 vererbt

 

1953: Das Haus wird unter „vorläufige Verwaltung“ gestellt, der VEB Wohnungsverwaltung Potsdam zugeordnet und instand gesetzt

 

1961: In der Alleestraße 3 wird ein Wohnheim für „Rückkehrer und Zuziehende“ aus der Bundesrepublik Deutschland eingerichtet

 

1982: Überführung des Hauses in Volkseigentum und Zuordnung zur Gebäudewirtschaft Potsdam

 

1990: Rechtsträgerwechsel zugunsten des Rates des Bezirkes Potsdam

 

1991: Einrichtung der Landesgeschäftsstelle der PDS

 

1992: Eintragung Vorkaufsrecht der Vulkan-Gesellschaft für Grundbesitz

 

1996: Rückübertragung auf die Müller-Erben, entsprechend des 1993 gestellten Rückübertragungsanspruchs

 

1998: Das Haus wird für die PDS-Brandenburg durch die PDS-eigene Immobilienverwaltungsgesellschaft VULKAN erworben. Die notwendigen 1.568.000 DM werden durch eine Spendenaktion von Mitgliedern und Abgeordneten erbracht.

 

2002: Umbau der Landesgeschäftsstelle durch Schaffung des großen Beratungsraumes (heute "Michael Schumann-Saal")

 

2016: Das Haus erhält den Namen "Lothar-Bisky-Haus"