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15. Juli 2010 Die Linksfraktion im Landtag, Michael Luthardt

Moorschutz kontra Dürre

Zur anhaltenden Hitze und den damit verbundenen Schäden in der Landwirtschaft erklärt der agrarpolitische Sprecher Michael-Egidius Luthardt:

Die völlig ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge in diesem Jahr bestätigt die Aussagen der Klimaforscher für die Region Brandenburg. Während im Winter und zeitigen Frühjahr ein Niederschlagsüberschuss zu verzeichnen ist, treten mit Beginn der Wachstumszeit vermehrt Dürren ein. Das ist ein Trend, der sich schon seit einigen Jahren abzeichnet - in der diesjährigen Vegetationszeit aber besonders krass auftritt.

Besonders für die Landwirtschaft ist dieser Trend ein hohes Risiko und gefährdet die Existenz vieler Betriebe.
Eine notwendige Konsequenz daraus kann nur heißen: das Wasser muss in Zeiten des Überschusses gespeichert werden! Die Agrarwissenschaftler aus Müncheberg und anderer Institute fordern dies schon lange und liefern entsprechende Berichte.
Die Anlage von Wasserspeicherbecken und besonders die höhere Stauhaltung auf grundwassernahen Grünland (Moorstandorte) im Frühjahr sind deshalb strategische Handlungsfelder.

Brandenburg besitzt mit rund 170 000 Hektar landwirtschaftlich genutzten Mooren ein ideales Speichermedium. Darum ist Moorschutz nicht in erster Linie ein Naturschutzthema, sondern für die Risikominimierung der landwirtschaftlichen Betriebe unerlässlich.