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Aktuelles aus dem Landesverband

Foto Bettina Fortunato: DiG | Thomas Kläber, Foto Katharina Slanina: Olaf Krostitz
Bettina Fortunato, Katharina Slanina
Bettina Fortunato, Katharina Slanina

Pressemitteilung

Gewaltschutz gemeinsam stärken!

Die Pandemie stellt uns in allen Lebensbereichen vor große Herausforderungen. Ein besonders sensibler Bereich ist die Arbeit von Frauenhäusern, die in diesen Tagen erheblich erschwert ist. Dazu erklären Katharina Slanina, Co-Landesvorsitzende der Brandenburger LINKEN, und Bettina Fortunato, sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion:

"Die Bedingungen für Frauenhäuser sind in den Landkreisen sehr unterschiedlich. Schon jetzt arbeiten die meisten Einrichtungen am Rande oder sogar über ihrer Kapazität. Eine Infektion in diesen Einrichtungen wäre katastrophal: eine Quarantäne in den Einrichtungen ist in der Regel nicht möglich, Ausweichmöglichkeiten in einem solchen Fall kaum gegeben. Das Land und die Landkreise müssen diese Einrichtungen in den Blick nehmen und verlässliche Unterstützung bieten! Nicht nur der medizinische Bereich, Kitas, Schulen und die Jugendhilfe benötigen Schutzausrüstung und Desinfektionsmaterial – auch die Frauenhäuser und Schutzwohnungen müssen zuverlässig damit ausgestattet werden", forderte Katharina Slanina.

"Die Träger der Einrichtungen haben nicht die Mittel, um Corona-bedingte Sonderausgaben aufzufangen. Wir halten es deshalb für sinnvoll, wenn das Land im Rahmen der umfangreichen Hilfsmaßnahmen einen entsprechenden Notfallfonds auflegt. Dieser sollte mindestens für Schutzmaßnahmen in den Einrichtungen, die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln im Fall einer Quarantäne und Überbrückungsmaßnahmen unbürokratisch zur Verfügung stehen", sagte Bettina Fortunato. Fortunato weiter: "Vor allem aber müssen wir die Situation nach der Krise im Blick behalten. Keinesfalls dürfen die Frauenhäuser als freiwillige Leistung der Kommunen bei notwendigen Haushaltssanierungen unter die Räder kommen. Sie sind unverzichtbar und müssen eine sichere Perspektive haben. Der sicherste Weg dafür wäre ein Frauenhaus-Finanzierungsgesetz, das die Bereitstellung und Ausstattung von Frauenhäusern zur Pflichtaufgabe macht!"

Slanina ergänzte: "Aber jede*r von uns kann helfen! Wenn Sie in ihrem Umfeld häusliche Gewalt wahrnehmen, zögern Sie nicht zu handeln, Betroffenen Hilfe anzubieten – im Ernstfall auch die Polizei zu rufen! Aufmerksamkeit kann Leben retten. Gerade jetzt ist es wichtig, aufeinander achtzugeben."

 

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