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Foto: Bernd Martin
Dr. Dagmar Enkelmann liest beim Sommergarten der LAG Senior*innen auf dem Hof des Lothar-Bisky-Hauses am 25. Juni 2019
Dagmar Enkelmann sitzt mit einem Mikrofon in der Hand an einem runden Tisch, auf dem Wasserflaschen stehen

LAG Senior*innen

"Im Rosengarte von …"

Foto: Bernd Martin
Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg im Gespräch mit Brunhilde Hanke beim Sommergarten der LAG Senior*innen auf dem Hof des Lothar-Bisky-Hauses am 25. Juni 2019
Brunhilde Hanke und Hans-Jürgen Scharfenberg sitzen an einem runden Tisch, auf dem Wasserflaschen stehen
Foto: Bernd Martin
Marianne Kypke spricht über ihre Arbeit in Gambia beim Sommergarten der LAG Senior*innen auf dem Hof des Lothar-Bisky-Hauses am 25. Juni 2019
Marianne Kypke steht mit einem Mikrofon in der Hand neben einem Mann, der eine Weltkarte hochhält

Nee, liebe Leser*innen! Diesmal nicht im Rosengarten, sondern im Sommergarten der LINKEN Brandenburg in der Potsdamer Alleestraße 3 trafen sich am 25. Juli 2019 trotz sengender Tropenhitze zahlreiche Freund*innen des durch die Landesarbeitsgemeinschaft Senior*innen wieder ins Leben gerufenen Sommergartens.

Ab 15 Uhr war unter dem sonnenschützenden Zeltdach auf dem Grundstück des Lothar-Bisky-Hauses Stimmung angesagt. Neben anderen interessanten Programmteilen boten die Organisatoren eine Talkshow mit unserem Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg an. Unseren Hans-Jürgen kennen viele Potsdamer. Er kennt auch seine Potsdamer, weiß was sie freut, was sie ärgert und setzt sich in der Stadtverordnetenversammlung unermüdlich dafür ein, dass Potsdam l(i)ebenswerter wird, die aufkommenden Probleme im Sinne der Bürger gelöst werden. Was uns Ältergewordene besonders ansprach, als eine seiner Haupttätigkeiten sieht er das Wohnen in der Stadt, das bezahlbare Wohnen und dabei wieder als Schwerpunkt auch das altersgerechte Wohnen. Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg wurde von Potsdams ehemaliger Oberbürgermeisterin Brunhilde Hanke befragt, was dazu führte, dass das Gespräch einmal ganz anders verlief als eines der typischen Interviews. So lernten unsere Besucher*innen den Hans-Jürgen einmal privat und als Politiker kennen.

Marianne Kypke, eine in unserer Stadt nicht unbekannte Afrikareisende, berichtete von ihre Arbeit und ihren Aufenthalten in Gambia im Westen Afrikas, dort wo der Gabun-Fluss in den Atlantik mündet. Gambia, so hörten die "Sommergärtner*innen", ist ein kleiner rückständiger Agrarstaat, in dem es keine Industrie und auch keine Bodenschätze gibt. Hauptsächlich bestimmen Fischerei und Erdnussanbau die Wirtschaft, wobei ausländische Unternehmen die Fischer aus ihren Fanggebieten verdrängen, was die Armut im Land noch vergrößert. Ähnlich verhält es sich bei der Erdnussverwertung: Die Anlagen, die aus den Nüssen industriell das Öl pressen, stehen nicht in Gambia, sondern im Ausland. Vom Bildungsstand her, Bildung kostet Geld, hat das Land riesigen Aufholbedarf. 40,1 Prozent der Bevölkerung können weder Lesen noch schreiben. Dazu gibt es in Gambia ein wirtschaftliches und soziales Gefälle zwischen dem Norden und dem reicherem Süden. Noch schlimmer steht es um das Gesundheitswesen. Wer medizinischer Hilfe bedarf, muss sie selbst bezahlen. Devise: Weil du arm bist, musst du früher sterben. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist 54,1 Jahre. Wenn man helfen will, für 50,- Euro im Jahr ermöglicht man einem Patenkind den Schulbesuch bis zur 6. Klasse. Was führte Marianne nach Gambia? Im Grunde der Solidaritätsgedanke.

Ein Höhepunkt war die Lesung der uns durch Politik und ihren Einsatz sehr bekannte Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Dagmar Enkelmann. Aus ihren Buch "Frauen in der DDR" las sie Auszüge. Da kamen Erinnerungen hoch und auch die Frage, warum ist vieles, was schon mal war, heute nicht mehr.

Natürlich gab es Zeit und Gelegenheit für Plaudereien, Wiederauffrischung alter Bekanntschaften und auch für das Entstehen neuer Freundschaften. Für ein Schälchen "Heeßen" und "fürnen Stücke Selbstgebackenen" sorgten die AG Frauen und Gerhard (letzterer angeblich mit Eigenproduktion). Da mit "Musike" alles besser geht, sorgte die LAG Senior*innen auch für unterhaltsame, den Senior*innen angenehmen Unterhaltungsmelodien.

Kalle Kreutz