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Aktuelles aus dem Landesverband

Stefan Wollenberg
Stefan Wollenberg

Pressemitteilung

Klinik-Schließung: Land muss Koordination verstärken

Die Schließung des Potsdamer Klinikums "Ernst von Bergmann" ist ein herber Rückschlag im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Daraus müssen jetzt die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden, fordert der Landesgeschäftsführer der LINKEN, Stefan Wollenberg:

"Eine Situation wie im Ernst-von-Bergmann-Klinikum kann grundsätzlich auch an jedem anderen Krankenhaus-Standort eintreten. Eine Übertragung des Virus durch symptomlose Überträger*innen kann selbst bei flächendeckenden Tests nicht ausgeschlossen werden. Umso nötiger ist eine zentrale Steuerung der verfügbaren Kapazitäten und ggf. auch der Patientenverteilung durch die Landesregierung", erklärte Wollenberg.

Es muss einen landesweiten Überblick über die Beatmungskapazitäten und deren reale Verfügbarkeit geben. Vor allem müssen die Schwerpunktkrankenhäuser dabei unterstützt, einen möglichst hohen Anteil dieser Kapazitäten in separaten Corona-Einheiten vorzuhalten. Für solche Behandlungszentren muss es verbindliche und landeseinheitliche Vorgaben geben. Das setzt voraus, dass die Schwerpunktstandorte vom sonstigen Patientinnen-Aufkommen wirksam entlastet werden.

Für die Aufgabe des Ernst-von-Bergmann-Klinikums als Schwerpunktkrankenhaus muss schnellstmöglich ein Ersatzstandort festgelegt werden, um die Versorgung der Patient*innen in Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Brandenburg/Havel und Teltow-Fläming sicherzustellen. Insgesamt muss sichergestellt werden, dass für den Fall des Ausfalls von einzelnen Krankenhaus-Standorten ausreichende Reserve-Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Nach den gestrigen Informationen stehen für eine kontinuierliche und vollständige Testung des medizinischen Personals noch immer keine ausreichenden Testkapazitäten zur Verfügung, vor allem, weil die nötigen Test-Kits nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sind. Die Landesregierung muss in diesem Bereich, wie auch beim Thema Schutzausrüstung, endlich alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Situation zu verbessern. Dazu gehören ggf. auch direkte Eingriffe in Unternehmen zur Umstellung der Produktion und Beschlagnahmungen medizinisch benötigten Materials zur Unterbindung von Spekulation.

"Die Klinikstandorte und die Kommunen dürfen in dieser Situation nicht für sich allein kämpfen. Hier ist das Land in der Pflicht!"

 

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