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Aktuelles aus dem Landesverband

Foto: Frithjof Newiak
Kranzniederlegung in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Eine Gruppe Menschen steht mit Gedenkkränzen vor dem Urnengrab in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose

LAG Netzwerk EL

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Foto: Frithjof Newiak
Kranzniederlegung in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Kranzniederlegung am Urnengrab in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Foto: Frithjof Newiak
Gedenken in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Eine Frau steckt eine Blume an eine Gedenktafel in der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Foto: Frithjof Newiak
Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose
Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Netzwerk Europäische Linke nahmen 11 Cottbusser Genoss*innen am 2. Februar 2020 an der Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Lieberose in Jamlitz teil, die vom Vorsitzenden des Museumsvereins und Träger der Gedenkstätte, Peter Kotzan, organisiert wurde. Im KZ Lieberose, einem Außenlager des KZ Sachsenhausen, sollten ab 1943 vorwiegend jüdische Häftlinge, eigens aus Auschwitz hergeschafft, den SS-Truppenübungsplatz "Kurmark" errichten. Angekommen im Nichts, mussten sie zunächst Unterkünfte, dann Straßen und Stromleitungen unter härtesten Bedingungen errichten. In Spitzenzeiten waren 4.300 Menschen in den Baracken eingepfercht. Es gab politische Häftlinge, Kriegsgefangene und Juden, zuletzt hauptsächlich aus Ungarn.

Mit dem Vorrücken der Roten Armee vor 75 Jahren räumte am 2. Februar 1945 die SS panikartig auch dieses Lager und trieb die Häftlinge auf den Todesmarsch, zunächst in Richtung Hauptlager, KZ Sachsenhausen. Eine Gruppe von 600 Jugendlichen und Kranken wurde per Bahn vorausgeschickt und bei Ankunft vergast. Wer von den Verbliebenen nicht gehfähig war, wurde sofort erschossen: 1.342 Häftlinge starben noch im Lager, weitere auf dem 140 km langen Fußmarsch.

Die 1973 errichtete Gedenkstätte in Lieberose und das 1982 eröffnete Museum bergen Zeugnisse der Lagergeschichte und Häftlingsschicksale. Lebendige Geschichte, die über Täter und Opfer vor der eigenen Haustür Auskunft gibt, aber dringend der Unterstützung bedarf – finanziell und personell. Ein Ehrenamt kann das nicht dauerhaft stemmen. Wir aber kommen seit vielen Jahren am 2. Februar hierher, um Blumen des Gedenkens niederzulegen und die Erinnerung weiterzugeben.

Sonja Newiak