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Internationaler Kindertag - Mit der Kinderkommission im FEZ

von Norbert Müller

Anlässlich des internationalen Kindertages haben die Mitglieder und Mitarbeiter_innen der Kinderkommission des Deutschen Bundestages auf meine Initiative hin am Mittwoch, den 1. Juni 2016, das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum „FEZ“ in Berlin-Wuhlheide besucht. Das FEZ ist nach eigenen Angaben die größte gemeinnützige Jugendfreizeiteinrichtung Europas und ist mit seinem Theater- und Kinoprogramm, seinen Sportstätten und Ferienangeboten ganzjährig eine gefragte Adresse für Schulklassen, Kindergruppen und Familien.

Da ich selbst in Strausberg nahe Berlin aufgewachsen bin, war das FEZ seit meiner Jugend immer wieder Ziel von Projekt- und Wandertagen. Ich erinnere mich gut an meine ersten Versuche, auf dem Optimist segeln zu lernen oder an die Kosmonautenausstellung, in der Kinder in Raumschiffen sitzend vom Weltall träumen konnten. 

Aber auch später als junger politischer Mensch war das FEZ für mich ein Ort der Debatte und des Austausches. Im Jahr 2006 war ich als Mitglied der Linksjugend [solid], dem Jugendverband der Linken zu Gast auf den Polittagen der Bundesregierung. Viele junge Menschen haben damals unseren Infostand besucht, wahrscheinlich aber auch wegen der Buttonmaschine, die wir dabei hatten. 

Insgesamt war ich in meinen 30 Lebensjahren bestimmt 20 Mal im FEZ. Und so wie mir, geht es vielen Menschen, die in und um Berlin aufgewachsen sind. Seit den 1950er Jahren und den Zeiten der Pionierrepublik Ernst Thälmann hat sich das Angebot des FEZ den verschiedenen Bedürfnissen neuer Generationen immer wieder angepasst. Das FEZ hat die politische Wende 1990 gut überstanden - aus der Pioniereisenbahn wurde die Berliner Parkeisenbahn und aus den Zirkelgruppen wurden Arbeitsgemeinschaften. Und trotz knapper Berliner Kassen ist das FEZ heute erst recht ein öffentlich getragenes Vorzeigeprojekt für kinder- und jugendorientierte Sport- und Freizeitaktivitäten, verbunden mit einem globalen und humanistischen pädagogischen Anspruch. Für mich als Linker ist es dabei auch wichtig, dass mit den Angeboten des FEZ immer versucht wurde, soziale Unterschiede auszugleichen und allen Kindern die Chance zur Teilhabe zu ermöglichen.

Der internationale Kindertag wurde vom FEZ mit einer großen Party und spannenden Veranstaltungen begangen. So durften die Mitglieder der Kinderkommission mit Schüler_innen der Freien Grundschule Pfefferwerk über Kinderrechte diskutieren. 

Mit dem Alice-Museum für Kinder und dem „Orbitall-Raumfahrtzentrum“ zeigten FEZ-Geschäfsführer Thomas Liljeberg-Markuse und seine Mitarbeiter_innen zwei Highlights der sich als Spiel-, Erlebnis- und Lernort verstehenden Einrichtung. In dem der Internationalen Raumstation (ISS) nachempfundenen Raumfahrtzentrum können Kinder sich spielerisch Wissen über die Raumfahrt aneignen. Auch im Kindermuseum wurde viel Wert auf das Mitmachen gelegt. Wie das Museum aktuelle Themen aus der Lebenswelt der Kinder aufgreift, illustrierte Museumspädagogin Pia Grotsch anhand der aktuellen Ausstellung „Alles Familie!“. Bei dem Rundgang durch die nach wahren Geschichten zusammengestellten Räume wurde kindgerecht gezeigt, dass vielfältige Familienkonzepte die klassische Kernfamilie bereichern. Mit Führungen und begleitenden Materialien, wie einem selbst zu gestaltenden Familienalbum, werden die kleinen Besucher_innen angeregt, sich mit dem Thema Familie zu befassen und über ihre eigene Familiensituation nachzudenken.

Der Besuch in der Wuhlheide eröffnete den Mitgliedern der Kinderkommission des Deutschen Bundestages Eindrücke von dem umfangreichen Angebot des FEZ-Berlin, das auf eine rege Nachfrage von Kindern und Jugendlichen trifft – und das durch ein enormes Engagement der dortigen Mitarbeiter_innen und zahlreicher Ehrenamtlicher getragen wird. 


Bundestagsreport

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