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„Zivilcourage vereint“ Ein Wettbewerb, der heute wichtiger denn je ist

von Harald Petzold

„Zivilcourage vereint“ geht in sein elftes Jahr. 2005 hatten LINKE Bundestagsabgeordnete einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der junge Leute ermutigen soll, sich kreativ und intelligent mit Neofaschismus und Rechtsextremismus auseinanderzusetzen und sich für ein weltoffenes Umfeld zu engagieren, frei von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. 

Waren es am Anfang wirklich originär antifaschistische Projekte, erweiterte sich die Themenvielfalt der eingereichten Wettbewerbsbeiträge immer mehr. Sie reichten von der Verhüllung der letzten Häftlingsbaracke im KZ-Außenlager Falkensee als Zeichen des Protestes gegen ihren Verfall über selbst geschriebene Geschichten, selbst gedrehte Videos, Zeitzeug_innen-Gespräche, Skulpturen, Foto-Serien und -Ausstellungen, Entwürfe von T-Shirts, Rap-Songs bis hin zu Bild-Collagen. Für die Gewinner_innen gibt es als Hauptpreis jährlich die Teilnahme an einer Bildungsreise an einen Ort antifaschistischen Widerstands oder faschistischer Verbrechen – von Breendonk und Mechelen in Belgien 2005 über Reggio Emilia in Italien, Distomo in Griechenland, Oradour in Frankreich bis Katalonien in Spanien in diesem Jahr. Im nächsten Jahr soll die Bildungsreise nach Polen führen.

Aber nicht nur die Bildungsreisen sind heiß begehrte Preise. Auch die Preise von Abgeordneten der Landesgruppe, die den Trägerverein von „Zivilcourage vereint“  gemeinsam unterstützen und in ihren Wahlkreisen extra-Preise stiften, haben es in sich. Bei mir in der Region Osthavelland/Oberhavel/Barnim waren das: Web-Cam´s oder eine Karaoke-Anlage, der Unterstützung eines Band-Contests oder – wie in diesem Jahr: ein Workshop. Für diesen konnte ich den Comic-Zeichen-Künstler Nils Oskamp gewinnen. Er hatte bereits als Schüler in Dortmund-Dorstfeld schmerzhafte Erfahrungen mit gewalttätigen Neonazi-Mitschülern machen müssen, die rechte Parolen skandierten und ihn krankenhausreif schlugen, aber auch mit Lehrern, die den Holocaust leugneten oder als ehemalige Wehrmachtsangehörige in ihrem Unterricht die Nazi-Diktatur offen verherrlichten. Seine Erlebnisse aus dieser Zeit und seinen Widerstand dagegen hat er in dem Comic „Drei Steine“ künstlerisch verarbeitet. Erst kürzlich las er daraus vor Schüler_innen der Immanuel-Kant-Gesamtschule in Falkensee, die sich mit Bilder-Collagen zum Thema „Willkommen in Falkensee“ am Wettbewerb 2016 beteiligt hatten. Danach zeichnete er mit ihnen und brachte ihnen nahe, wie sie sich mit Mitteln der graphic novel mit ihrem Lebensumfeld kritisch und kreativ auseinandersetzen können. 

Der Wettbewerb „Zivilcourage vereint 2017“ hat bereits begonnen. Alle Infos dazu sind unter: www.zivilcouragevereint.de  zu finden. Die Mitglieder der Landesgruppe Brandenburg der LINKEN Bundestagsfraktion rufen alle jungen Brandenburgerinnen und Brandenburger (zwischen 16 und 26 Jahren) dazu auf, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Einsendeschluss für eure Beiträge ist der 6. April 2017.


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