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Für Solidarität mit HIV-positiven Menschen - nicht nur am Welt-AIDS-Tag

von Harald Petzold

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Nach wie vor ist HIV mit einem gesellschaftlichen Stigma behaftet. Betroffene erleben Diskriminierung und Stigmatisierung am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Gesundheitswesen. Das muss sich ändern. Am 1. Dezember findet deshalb jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt. Ziel ist es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist – und zu zeigen, dass wir alle positiv zusammen leben können. In diesem Jahr findet der Welt-AIDS-Tag zum 29. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. Rund um den Globus erinnern zu diesem Datum verschiedenste Organisationen an das Thema Aids und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen. Der Welt-Aids-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können. Der Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV ist auch in Zukunft ein unverzichtbares Mittel gegen HIV und Aids. Aus diesem Grund fordert DIE LINKE u.a.  die Aufnahme chronischer Erkrankungen in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (Drucksache 18/3315), neue Präventionsanstrengungen, den Zugang aller zu den lebenserhaltenden Therapien und Medikamenten und die Einhaltung internationaler Verpflichtungen seitens der Bundesregierung.  In den 80er Jahren wurden rund 1.500 bluterkranke Menschen über Blutprodukte mit HIV infiziert, obwohl dies vermeidbar gewesen wäre. Zurzeit wird erneut über den Fortgang der Entschädigung verhandelt. Der Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen droht das Geld auszugehen. Bundesregierung und die Pharmakonzerne weigern sich beharrlich, den Opfern eine lebenslange Garantie der Entschädigung zuzusichern. Daher forderte DIE LINKE in einem Änderungsantrag zum Bundeshaushalt 2017 die sofortige Bereitstellung von elf Millionen Euro zur Unterstützung der durch Blutprodukte HIV-infizierten Personen. Die Pharmafirmen, die Mitschuld an den Infektionen tragen, müssen auch weiterhin in die Pflicht genommen werden. Dass die Koalitionsfraktionen diesen Antrag ablehnten, ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen. Die Mittel zur Unterstützung der Betroffenen dürfen nicht ausgehen. DIE LINKE wird allen Betroffenen auch weiterhin eine solidarische Unterstützerin sein – für Solidarität mit HIV-positiven Menschen – nicht nur am Welt-AIDS-Tag.

- Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV.

- Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern.

- Nur 46 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.

- Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben, 2015 waren es weltweit etwa 1,1 Mio. Menschen.

- Mit fast 70% aller HIV-Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen.

- Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2015 allein um190.000.

- In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV.

- Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland lag 2015 bei 3.200 - im europäischen Vergleich ein sehr niedriger Wert. Die Zahl ist seit 2006 stabil.

- Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.


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