Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Altersarmut bekämpfen - Ost-Renten endlich angleichen

Sabine Stüber, Bundestagsabgeordnete

Obwohl die derzeitige Bundeskanzlerin aus dem Osten kommt, vernachlässigt sie ostdeutsche Interessen. Die jetzige schwarzgelbe Bundesregierung legte im Jahr 2009 in ihrem Koalitionsvertrag Folgendes fest: »Wir führen in dieser Legislaturperiode ein einheitliches Rentensystem in Ost und West ein.« Nach vier Jahren muss ernüchtert festgestellt werden: versprochen und gebrochen! Nichts ist passiert, obwohl ein Koalitionsvertrag bindend sein sollte. DIE LINKE hat die Anerkennung der ostdeutschen Lebensleistungen immer wieder zum Gegenstand von Anträgen und Aussprachen im Bundestag gemacht und dazu gesellschaftliche Debatten angestoßen.

Ostdeutsche Renten liegen weiterhin – trotz längerer Lebensarbeitszeit – bis zu 140 Euro unter vergleichbaren Rentenzahlungen im Westen Deutschlands. Sämtliche Vorschläge der LINKEN zum Abbau dieser Ungerechtigkeiten wurden abgelehnt. Aber: Wir bleiben dran. Wir wollen diese Bundestagswahl auch zu einer Abstimmung über die Ost-Renten machen.

Wir können und wollen 23 Jahre nach der deutschen Einheit nicht akzeptieren, dass es nach wie vor ungleiche Löhne und Renten gibt. Und deshalb fordern wir die unverzügliche Angleichung der Renten und die Bezahlung nach bundesweit einheitlichen Tarifen. Dafür wird sich DIE LINKE auch weiterhin innerhalb und außerhalb des Parlaments stark machen.

Die gesetzliche Rente muss wieder auf 53 Prozent des eigenen Durchschnittseinkommens erhöht werden, damit der Lebensstandard im Alter gesichert werden kann. Um spätere Altersarmut zu verhindern, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Dazu gehört auch die Rücknahme der Rente erst ab 67, die im Kern eine massive Rentenkürzung ist. Wir wollen, dass niemand im Alter arm ist, und setzen uns für die Einführung einer solidarischen Mindestrente von 1.050 Euro ein.

Die Einführung eines bundesweiten Mindestlohns von 10 Euro pro Stunde ist überfällig. Armut trotz Arbeit – der erniedrigende Gang zum Jobcenter trotz Erwerbsarbeit muss aufhören! Auch darum am 22. September: DIE LINKE wählen!

Sabine Stüber, Bundestagsabgeordnete DIE LINKE