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Gesundheit für alle - nicht nur für Reiche

Birgit Wöllert, Direktkandidatin

Gesundheitliche Leistungen müssen allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Davon sind wir in unserer reichen Republik weit entfernt. Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sterben statistisch gesehen sieben Jahre eher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Armut macht krank, und Krankheit macht arm. Dieser Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, wenn das Gesundheits- und Pflegesystem für alle wirklich solidarisch gestaltet wird.

Deshalb fordert DIE LINKE eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, in die alle Menschen, die in Deutschland leben, entsprechend ihrem Einkommen einzahlen. Zuzahlungen müssen ebenso abgeschafft werden wie Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Versorgung der Bevölkerung mit gesundheitlichen Leistungen muss sich am Bedarf orientieren. Obwohl in Brandenburg immer mehr Ärztinnen und Ärzte tätig sind, nehmen die Regionen zu, in denen ein Mangel in der ambulanten Facharztversorgung besteht. Im Pflegebereich fand eine ungeheure Arbeitsverdichtung statt, die auf Kosten der eigenen Gesundheit geht und die Zuwendung für Pflegebedürftige zunehmend einschränkt.

Eine Bedarfsplanung, in die alle Gesundheitsberufe einbezogen sind, ist deshalb überfällig. Dazu gehört auch, endlich die Trennung von ambulanten und stationären Leistungen zu überwinden. Die Nutzung von Krankenhäusern, wie sie in Brandenburg auf dem Weg ist – auch um die ambulante Versorgung aufrechtzuerhalten –, muss eine bundesgesetzliche Grundlage erhalten.

Birgit Wöllert, Direktkandidatin Cottbus - Spree-Neiße, DIE LINKE