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Wählen gehen: Für ein demokratisches, soziales Brandenburg ohne alte Hüte und neue Mauern.

Wahlaufruf von Kerstin Kaiser

48% Wahlbeteiligung in Sachsen sind Alarmstufe Rot für die etablierten Parteien, einschließlich der LINKEN. Kann sein, dass auch am kommenden Wahlsonntag die eine Hälfte der Brandenburger meint, das Wahlrecht durch Raushalten besser zu nutzen. Klar: Jede und Jeder hat alles Recht dieser Welt, zur Wahl zu gehen oder es bleiben zu lassen.
Nicht-Wählen gehört zur Demokratie wie das Gegenteil. Gründe dafür gibt es genug. Ich frage mich nur, ob alle möglichen Wirkungen bedacht und gewollt sind.
Alltägliche Gespräche auf Straßen, Märkten und Veranstaltungen im Wahlkreis in den letzten vier Wochen haben mir erneut gezeigt: Nicht alle Nichtwähler sind gleichgültig, politisch neutral oder lehnen gar die Demokratie ab.
Was aber die mögliche Hälfte der Nichtwähler/innen bei allen Unterschieden eint: Sie geben den Wählern die doppelte Macht bei kommenden Entscheidungen im Parlament. Vergleichsweise Wenige können überproportional größeres Gewicht bekommen. Nichtwähler lassen zu, dass die "andere" Hälfte, die ihr Wahlrecht nutzt, für Alle bestimmt.
In Sachsen haben weder Wahlversprechen, noch Wahlpflichtaufrufe oder populistische Zuspitzungen von "rechtsaußen und rechtsdraußen" (H.Prantl, SZ) verhindert, dass sich eine Wählerhälfte rausgehalten hat. Nichtwählen hat gewirkt: So wurde zum Beispiel der  "Alternative für Deutschland" der Weg ins Parlament frei gemacht. Die AfD ist aber keine demokratische Alternative und vertritt keinen einzigen sozialen Gedanken.
Wer Herkunft und Bilanzen der KandidatInnen auch in Brandenburg nach Wort und Tat untersucht und prüft, findet Parolen statt Argumente, meist Luftschlösser statt seriöser Konzepte. Die AfD in Brandenburg ist ein Sammelbecken mehrheitlich Gutsituierter, Militär- und Preußenfans, Rechtskonservativer und Populisten mit Scharnieren in die rechtsextreme Szene. Gestern in Strausberg bestätigten mir der Spitzenkandidat und die Direktkandidatin bei einer zufälligen Begegnung auf meine Nachfrage ganz offen: Es gäbe für sie keinen Grund, sich von rassistischen und rechtspopulistischen Positionen eines Teils ihrer KandidatInnen (rbb-aktuell am 7.9.) zu distanzieren.  Wer - wie die AfD-Kandidatin - im Wählerforum frei bekennt, Rechte und Chancen von Kindern nach deren Herkunft, Besonderheiten und sozialer Lage zuzuteilen, wer Menschen in verschiedene Gruppen sortiert, wer am AfD-Stand den Weg vom Asylbewerberheim in Garzin-Garzau bis zum Bahnhof als "die schwarze Meile von Rehfelde" verunglimpft, der zündelt mit Sozialneid und rassistischen Ansichten. Wer - wie Spitzenkandidat Gauland -  Enthüllungen über Rechtslastigkeit seiner Partei, wie Sympathien für nationalistische Konzepte und Arbeit für die "Junge Freiheit", als "alte Hüte" bezeichnet, der will sie als festen Teil seiner Politik. Das ist eine andere Politik, als die Brandenburger Verfassung formuliert. Wer hier die Unterbringung und Hilfe für Kriegsflüchtlinge unter Vorwand verweigert, baut neue Mauern und zerstört das solidarische Gemeinwesen in diesem Land.
Sehr geehrte Brandenburgerinnen und Brandenburger,
Ich bitte Sie dringend, wählen zu gehen. Stärken Sie nicht durch Nichtwählen die Macht der Anderen. Überlassen Sie nicht das Gewicht Ihrer Stimme denjenigen Politikern mit ihren "alten Hüten", die neue Mauern bauen und Brandenburg weder demokratisch noch sozial verändern wollen.

Multi-Kulti ahoi!

Der Kreisverband Dahme Spreewald ging mit Kunden der Tafeln Königs Wusterhausen und Bestensee sowie Asylbewerbern aus Pätz auf große Schiffstour. Am Bootsanleger in Zeuthen war die „MS OLYMPIA“ vor Anker und los ging die Seefahrt auf dem faszinierenden Zeuthener See. Auf dem Sonnendeck bewies es sich wieder einmal: Menschen können sich verstehen, obwohl sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Die Flüchtlinge aus Eritrea, Kenia, Kamerun, Somalia und Syrien kamen schnell und locker ins Gespräch mit den anderen TeilnehmerInnen dieser besonderen Bootstour.

Viel los beim Strausberger Friedensfest

Bei gutem Wetter feierten hunderte Menschen aller Generationen gestern das 24. Strausberger Friedensfest. Seit Jahren fester Bestandteil der Veranstaltungslandschaft, war es ein weiterer Höhepunkt in der heißen Wahlkampfphase.

Alle vier Direktkandidaten (Bettina Forutnato, Kerstin Kaiser, Marco Büchel und Bernd Sachse) aus dem Landkreis aber auch der Spitzenkandidat machten in Talks deutlich, dass es wichtiger denn je ist, DIE LINKE zu wählen. "DIE LINKE macht den Unterschied. Wir werden ein zurück zur Misswirtschaft einer CDU-Regierungsbeteiligung nicht zulassen." machte Christian Görke deutlich. Viele Lesungen, Konzerte und Gesprächsrunden machten dieses Fest zu einem Erfolg.

Überraschungs-Gruß zum ersten Schultag

Heute war für viele Jungen und Mädchen der erste Schultag - und so sammelten sich auch auf dem Hof der Goßmann-Grundschule in Fürstenwalde zahlreiche Erstklässlerinnen und Erstklässler mit ihren Eltern in gespannter Erwartung.

Um ihnen die Vorfreunde noch ein wenig zu vergrößern, hatte der Landtagsabgeordnete Peer Jürgens eine kleine Überraschung parat. Über 60 kleine Zuckertüten, gepackt mit Schreibutensilien und Süßigkeiten, verteilte er mit den besten Wünschen für das Schuljahr an die Kinder. Die Freude darüber war groß und so verging beim Auspacken der Zuckertüte die Wartezeit bis zum Unterrichtsbeginn wie im Flug.

Eine Schicht bei den Lindwürmern

Spaß und Spiel mit Andreas Bernig

von Andreas Bernig

Die Brandenburger Kita-Initiative „Mehr Zeit, mehr Zuwendung, mehr Bildung- mehr Erzieherinnen und Erzieher für unsere Kinder“ hatte Landespolitiker aufgefordert, sich durch ein Praktikum in einer Kita selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Als Landtagsabgeordneter und Direktkandidat für den Wahlkreis 16, folgte ich dem Vorschlag: Am 05.08.2014 besuchte ich für 8 Stunden die Kita „Lindwürmer“ in Brielow. Kita-Leiterin Monika Hödtke, seit 35 Jahren in der Einrichtung, übernahm persönlich die Betreuung des Praktikanten.

Am zweiten Tag nach der Sommerpause war richtig was los. Nicht nur die 67 „Stammkinder“ waren zu betreuen, sondern auch die Gastkinder aus Radewege und die Kinder, die im September in die Schule kommen. Da war die alte Schule von 1890, die seit 1986 Kita ist richtig aus-, um nicht zu sagen, überlastet. Der Wunsch nach einem Neubau, der hoffentlich bald kommen soll, war da nur allzu verständlich.

Beeindruckend sind die Vielfalt des Angebotes und die pädagogische Qualität der Betreuung. Da wirkt noch die alte Ausbildung nach, die heute wohl nicht mehr so anspruchsvoll ist, aber sein muss, um die Kleinen richtig auf das Leben vorzubereiten. Viel Bewegung auf dem weitläufigen Gelände mit Tastpfad, Nestschaukel, Wasserspielplatz u.v.a.m., musikalische Früherziehung, Effektkurs, englische Spielstunde, Fussball-Kidsclub, Schwimmen , Judo.. – eben beeindruckend!  In „meiner“ Gruppe der Dreijährigen war das Thema „Seifenblasen“ angesagt. Was ein Gaudi, jedes Kind durfte pusten und Seifenblasen fangen. Interessant zu beobachten, wie unterschiedlich noch die motorischen „Puste- und Fangefähigkeiten“ ausgeprägt sind. Monika Hödtke vermittelte an Hand des weiteren Programms überzeugend, dass die Kinder richtig was lernen werden und sich dabei gegenseitig helfen. Interessant auch die Änderung des Verhaltens. Ein Gastmädchen weinte zunächst bei der „Übergabe“ und die Mutti gleich mit. Ein anderes flüchtete vor dem wohl etwas lauten Praktikanten gleich in die Ecke. Aber es dauerte keine 2 Stunden und ich wurde als Andreas, Onkel oder Opa fast umgarnt. Na klar ist es laut in so einer Kita und nach 8 Stunden brummt einem schon ein bisschen der Schädel, aber ein weinendes Kind habe ich nach dem Morgenerlebnis nicht mehrt gehört, dafür aber die Freude gesehen, als die Tante aus der Krippenzeit in den Raum kam. Na ja und als Mama oder Papa oder auch Opa zum Abholen kamen war die Freude natürlich auch groß! In der Zeit der anderthalbstunden Mittagsruhe war ein wenig Luft. Die Vorschulkinder spielten draußen, im Hause herrschte  ziemliche Ruhe und Monika Hödtke widmete sich der Verwaltung. Nur das Klappern der Töpfe in der Küche war zu hören. Ich musste allerdings etwas betteln um beim Abtrocken helfen zu können. Das Essen kommt aus der Schule in Pritzerbe und schmeckt gut – Geflügelbratwurst mit Mischgemüse. Etwas wehmütig erzählte die Küchenfee, dass sie früher hier selbst gekocht hat und die Kalkulation habe immer hingehauen  und das Geld hat gereicht.
Es hat Spaß gemacht und meine Hochachtung vor der Arbeit der Erzieherinnen und Helferinnen ist noch weiter gestiegen. Sie sind mit Herz und Verstand bei der Sache – einfach toll!

In Brandenburg brauchen wir uns nicht verstecken. Mit einer Betreuungsquote von 56 % für unter 3-jährige und von 96 % für über 3- jährige nehmen wir einen Spitzenplatz ein. Aber mein Praktikum, das ich noch in drei weiteren Kitas fortsetzen werde, zeigt – ja wir haben weiteren Handlungsbedarf! Deshalb wollen wir den Personalschlüssel auf 1 zu 5 bei den unter Dreijährigen und auf 1 zu 11 bei den 3 bis 6-jährigen weiter absenken und dafür  weitere 1500 Erzieherinnen und Erzieher ausbilden und einstellen. Die Kita-Leiterinnen brauchen mehr Zeit für die pädagogische Arbeit und den administrativen Leitungsaufwand und für die Qualifikation der Fachkräfte werden zusätzliche spezialisierte Bildungsangebote geschaffen.