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Brandenburgische Architektenkammer

Bildung heißt Zukunft

Welchen Qualitätsanspruch stellt Ihre Partei an die Berufe Architekt, Landschaftsarchitekt, Innenarchitekt und Stadtplaner in der Zukunft?

An die genannten Berufe werden aus Sicht der LINKEN sehr hohe und zunehmend höhere Anforderungen gestellt, da das Thema Bauen immer komplexer wird und daher ein fundiertes Fachwissen über gesamte Bauabläufe unabdingbar ist.  Qualitätsvolle Baukultur wird zu einem immer wichtigeren Faktor für Lebens- und Standortqualität.

Architekten müssen mehr denn je durch Lehre und Studium befähigt werden, ihren Beruf auf hohem Niveau auszuüben und in der Lage sein, komplex zu denken und zu handeln.

Voraussetzung für eine erfolgreiche fachliche Ausbildung ist ein breites Allgemeinwissen und eine solide schulische Ausbildung. Es sollten alle Möglichkeiten unterstützt werden, bereits frühzeitig Schülerinnen und Schüler für diese Berufe zu interessieren und zu befähigen.

Mit welchen politischen Programmen sorgt Ihre Partei dafür, die Qualität der Ausbildung an den Brandenburger Hochschulen zu erhalten und zu steigern?

Die Qualität der Ausbildung an den Brandenburger Hochschulen liegt in der Verantwortung der Wissenschaftler und Fachleute vor Ort. Aufgabe der Parteien ist es, möglichst gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Ausbildung zu schaffen.

DIE LINKE setzt große Erwartungen in die Entwicklung der neuen BTU Cottbus-Senftenberg und hofft, dass es gelingt, durch das Zusammengehen von Universität und Fachhochschule einen neuen Typus von Hochschule zu schaffen, von dem auch die Architektenausbildung profitiert.

Außerdem sollten die Chancen, die mit der Neustrukturierung des Studiums im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess verbunden sind, genutzt werden, um die Ausbildungsqualität zu erhöhen und das Ausbildungssystem zu flexibilisieren und zu öffnen. DIE LINKE stimmt der Auffassung der Brandenburgischen Architektenkammer zu, dass es durch die Modularisierung keine Abstriche an der Qualität der Ausbildung geben darf und während des BA-Studiums Kernqualifikationen für den Beruf vermittelt werden, die eigentliche Berufsbefähigung aber erst mit dem MA-Abschluss erreicht wird.

Wir halten es für wichtig, dass bedarfsgerecht ausgebildet wird und Qualität vor Quantität geht.

Wie steht Ihre Partei dazu, in der Schule das Interesse und Verständnis für Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur zu vermitteln und das Partizipationsprojekt „Die Stadtentdecker“ weiterzuführen?

Wir halten es für richtig und wichtig, bereits in der Schule das Interesse und Verständnis für Architektur zu wecken und entsprechende Projekte durchzuführen.

Die Rahmenvereinbarung zwischen Brandenburgischer Architektenkammer und Ministerium für Bildung, Jugend und Sport halten wir für ein gutes Herangehen – sie sollte unbedingt weitergeführt werden und stellt eine gute Basis für Kooperationsverträge zwischen Schulen und Architektenkammer dar. Vor allem im Rahmen von schulischen, aber auch außerschulischen Veranstaltungen und AGs an Ganztagsschulen ist ein solches Engagement sinnvoll und zielführend.

Auch das Projekt „Die Stadtendecker“ halten wir aus folgenden Gründen für sehr sinnvoll und unterstützenswert:

  • Unter Anleitung erkunden Schülerinnen und Schüler Orte in ihrer jeweiligen Stadt, die für sie von Interesse sind.
  • Sie werden zu einer bewussten Auseinandersetzung mit ihrer unmittelbaren Umgebung motiviert.
  • Sie werden befähigt, sich kritisch und konstruktiv mit ihrem Umfeld auseinander zu setzen.
  • Die Identifikation mit der Heimatstadt wird befördert.

Wir sehen in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und gleichzeitig eine Berührung mit Problemen von Architektur und Stadtplanung.