Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Brandenburgische Architektenkammer

Nachhaltiges Planen und Bauen, Klimaschutz und Energieeffizienz

Wie steht Ihre Partei zu einer Einführung des „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) für Landes- und Kommunalbauten, so wie es für alle Bundesbauten bereits verpflichtend ist?

Wie wollen Sie das nachhaltige Planen und Bauen in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Brandenburg verankern und bei den Landesbauten und gegebenenfalls in den Kommunen umsetzen?

Das nachhaltige Bauen ist in der Nachhaltigkeitsstrategie bereits unter der Überschrift „Landesregierung als Vorbild“ verankert. Dort ist nicht nur die Anwendung ökologischer und sozialer Kriterien bei der Vergabe von Bauaufträgen aufgeführt, sondern auch die schrittweise Anwendung des „Leitfadens für nachhaltiges Bauen 2011“ des Bundesumweltministeriums bei Baumaßnahmen des Landes. Das möchten wir konsequent umsetzen. Den Kommunen sollte die Anwendung empfohlen und entsprechende Beratung angeboten werden. Im Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen wurden in den letzten Jahren bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Nachhaltigkeitskoordinatoren fortgebildet.

 

Entwicklung des ländlichen Raumes

Wie will Ihre Partei die Entwicklung des ländlichen Raumes in Brandenburg sichern?

Die Dörfer und kleinen Städte haben große Potenziale, die wir im Interesse des gesamten Landes entwickeln wollen. Dies heißt insbesondere, die  Sicherungsfunktion der Ländlichen Räume für gesunde, regional produzierte Lebensmittel, Energie aus erneuerbaren Quellen, Gesundheits- und Klimaschutz sowie Erholung zu stärken und mit mehr regionaler Wertschöpfung, demokratischer Teilhabe und guter Arbeit vor Ort zu verbinden. Zum Gelingen muss die öffentliche Daseinsvorsorge insbesondere in den Bereichen Bildung/Kultur, Mobilität, Gesundheitsversorgung und Kommunikation beitragen. Das ist unsere Antwort auf Herausforderungen des demographischen Wandels und kann nur als Querschnittsaufgabe und in breitem gesellschaftlichen Dialog für ein nachhaltiges Stadt-Umland-Konzept gelingen.

Welche Fördernotwendigkeiten und welche Fördermöglichkeiten sieht Ihre Partei hierzu in diesem Bereich?

Wie bisher werden auch zukünftig Mittel aus EU-Förderprogrammen hier eine herausragende Rolle spielen – insbesondere aus dem ELER- und dem EFRE-Fonds. Wir setzen uns dafür ein, dass auch weiterhin Fördermittel für die integrierte ländliche Entwicklung (inklusive LEADER-Ansatz) eingesetzt werden. Die Verknüpfungsmöglichkeiten von EFRE- und ELER-Mitteln für Stadt-Umland-Projekte wollen wir umfassend nutzen.

Wie sichert Ihre Partei eine ausgewogene Entwicklungsplanung für den ländlichen Raum bei einem Neustart des Landesentwicklungsplanes?

Bei Neustart des Landesentwicklungsplanes muss es einen weiten Vorlauf geben, der einen Diskussionsprozess mit allen Beteiligten sichert und in dem eines der wesentlichen Entwicklungskriterien - der ländliche Raum - durch Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, durch Infrastrukturplanungen und durch Konzentrationsprozesse in Städten im ländlichen Raum diskutiert, evaluiert und dann geplant wird.


Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung

Wie steht ihre Partei zur Beibehaltung dieser drei Grundprinzipien in einer zukünftigen Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung?

Bei der Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung geht es in der kommenden Wahlperiode vor allem um die Erarbeitung eines gemeinsamen Gesetzes für Berlin und Brandenburg. Das hält DIE LINKE für ein sehr sinnvolles Vorhaben, da ein gemeinsamer Planungs-, Entwicklungs- und Wirtschaftsraum einfach gegeben ist. Dafür bedarf es eines Abgleichs der beiden Bundesländer.

Wir halten die von Ihnen genannten drei Prinzipien für Wert, in das neue Gesetz übernommen zu werden.  Wir wissen allerdings auch, dass es schon in diesem Jahr in den Vordiskussionen unterschiedliche Auffassungen zum Objektplaner gab. Das sollte dann über Anhörungen und parlamentarische Diskussion ausgestritten werden.