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Landessportbund Brandenburg e.V.

1. Ehrenamt ist die wichtigste Säule des Sports. Was wird Ihre Partei für die weitere Stärkung und Förderung des Ehrenamtes tun?

Allen im Sport wirkenden Ehrenamtlern möchten wir an dieser Stelle unseren Respekt und Dank für ihre Arbeit ausdrücken. Das Ehrenamt kann aus unserer Sicht nicht hoch genug eingeschätzt und gewürdigt werden. Es ist gewissenmaßen das Rückgrat des Sports. Dennoch kann nicht alles über das Ehrenamt geregelt werden bzw. auch ehrenamtlich Tätige bedürfen materieller und finanzieller Unterstützung, die Entgelte müssen anrechnungsfrei sein.

2. Der Landessportbund getrachtet die öffentliche Sportförderung als staatliche und kommunale Pflichtaufgabe von Land, Gemeindeverbänden und Gemeinden. Wie steht Ihre Partei zur Förderung des Sports als Pflichtaufgabe? Wie setzt sich ihre Partei für die kostenlose Überlassung von kommunalen, kreislichen und landeseigenen Sportstätten an gemeinnützige Sportvereine ein?

Wir unterstützen die Auffassung des LSB, dass die Sportförderung staatliche und kommunale Aufgabe ist, dennoch halten wir es für problematisch, sie zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen, da das einen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung darstellen würde. Außerdem sind die Bedarfe und die finanzielle Situation der Kommunen sehr unterschiedlich. Es sollten andere Wege gefunden werden, um die Kommunen in die Sportförderung weiter mit einzubeziehen.

3. Bedarfsgerechte Sportstätten bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Sportvereine. Wie steht Ihre Partei zu einem zusätzlichen neuen Landes-Programm, welches zielgerichtet die Entwicklung von vereinseigenen Sportstätten berücksichtigt, die nicht in der Förderkulisse des Goldenen Planes Brandenburg berücksichtigt werden können?

Der Zustand der Sportstätten ist ja sehr unterschiedlich – oft haben Sportstätten in den Städten einen höheren Sanierungsbedarf als Sportstätten in ländlichen Regionen. Ein Landesprogramm zur Entwicklung vereinseigener Sportstätten halten wir für schwierig, eher sollten aus unserer Sicht im Eigentum der Kommunen befindliche Sportstätten gefördert werden, die dann von den Vereinen unentgeltlich genutzt werden können. Außerdem wird der „Goldene Plan Brandenburg“ neu aufgelegt. Mit Fördermitteln der ländlichen Entwicklung aus dem EU-Agrarfonds ELER sollen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 Sportstätten als kommunikative Zentren der Regionen sowie als Zentren der Kinder- und Jugendarbeit finanziell unterstützt werden. Jährlich werden hierfür rund zwei Millionen Euro bereitgestellt.

4. Mit Programmen wie „Integration durch Sport“, „Kick“, „Straßenfußball für Toleranz“, „Beratung zum Umgang mit Rechtsextremismus oder Kinderschutz“, „Sport und Gesundheit“, „Seniorensport“ und „Bildung im Sport“ übernimmt der Landesportbund seit vielen Jahren gemeinwohlorientierte Funktionen. Was wird ihre Partei dafür tun, diese unabdingbaren Programme zu verstetigen? Welche Möglichkeiten sehen sie, Jugendmittel bzw. zusätzliche Mittel aus den Haushalten der jeweils zuständigen Ministerien zur langfristigen Absicherung dieser gesellschaftspolitischen Aufgaben zur Verfügung zu stellen?

Die Aufzählung dieser Programme macht erneut deutlich, dass die Arbeit des LSB weit über die reine sportliche Betätigung hinausgeht und dass er auch vielfältige soziale und politische Aufgaben erfüllt. In diesem Sinne wird auch künftig eine Finanzierung aus den unterschiedlichen Ressorts der Landesregierung zum Tragen kommen. Wie konkret diese aussehen wird, wird im Rahmen der der Wahl anstehenden Haushaltsberatungen zu klären sein. Dabei sollte geprüft werden, in wieweit Jugendmittel bzw. zusätzliche Mittel aus den Haushalten der Ministerien zur Verfügung gestellt werden können.

5. Brandenburgs Sportlerinnen und Sportler sind wichtige Botschafter unseres Bundeslandes in Deutschland und der Welt. Wie steht ihre Partei zur Förderung des Nachwuchsleistungssports und des Leistungssports in Brandenburg, insbesondere zur Förderung der Eliteschulen des Sports?

Wir halten sowohl den Vereinssport als auch den Leistungssport für wichtige Säulen des Sports. Beide müssen gefördert werden, zumal Erfolge im Leistungssport auch immer ein Aushängeschild für das Land sind. Mit der Änderung des Sportfördergesetzes und der Erhöhung der Landesförderung um eine Mio Euro auf 16 Mio Euro ist es aus unserer Sicht gelungen, die finanziellen Bedingungen für die Arbeit auf dem Gebiet des Sport zu verbessern, die Schere etwas zu schließen, die zwischen der Fördersumme und den tatsächlich benötigten Mitteln klaffte. Damit hat Rot-Rot Bedingungen geschaffen, um die Strukturen im Kinder- und Jugendsport wie auch die weitere Vereinsförderung zu erhalten und vielleicht sogar auszubauen. Die Erhöhung der Landesförderung um eine weitere Million Euro auf dann 17 Millionen Euro in der kommenden Wahlperiode gehört zu den Zielen der LINKEN.

6. Qualität und Quantität des Schulsports, bereits ab der Grundschule, sind entscheidende Grundlagen der Bewegungserziehung. Welche Schwerpunkte sieht Ihre Partei im Bereich des Schulsports?

Dem Schulsport messen wir große Bedeutung bei, vor allem auch angesichts zunehmender Probleme bei vielen Kindern hinsichtlich Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit. Schulsport soll vorrangig der Bewegungserziehung dienen, Freude am Sport und an körperlicher Betätigung sowie Schwimmfähigkeit vermitteln. Auf sportliche Betätigung sollte nicht erst ab der Grundschule sondern bereits in der Kita Wert gelegt werden.